Poker kann Nervenkitzel pur sein. Bei einem interessanten und spannenden Turnier – bei dem auch noch ein hoher Gewinn auf dem Spiel steht – kann einem der Schweiß schon einmal auf der Stirn stehen und der Puls rasen. Nur: Diese körperlichen Anzeichen der Aufregung sind für Poker Pros undenkbar. Schließlich geht es darum, dem Gegner zu verheimlichen, welche Karten man auf der Hand hat. Nicht umsonst wird Poker häufig mit Sonnenbrille und Baseballkappe als Sichtschutz gespielt. Aber Poker Pros zeichnen sich neben strategischem Denken und ausgefeilter Technik auch durch ein weiteres Talent aus: durch Menschenkenntnis. Jeder Pokerspieler sollte nämlich mit der Zeit lernen, die Bluffs der Kontrahenten zu durchschauen.
Wettmuster erkennen
Am leichtesten sind Bluffs an den
Wetteinsätzen zu erkennen – insbesondere wenn der Gegner kein erfahrener Pokerspieler ist. Hat er das ganze Spiel über gleichmäßige Einsätze getätigt und erhöht die Summe dann ganz plötzlich, bedeutet das vermutlich, dass er wirklich gute Karten auf der Hand hat. Jemand der oft und gerne blufft wird hingegen das ganze Spiel über unverständliche und unregelmäßige Einsätze machen. Der Vorteil bei dieser Methode, Bluffs aufzudecken: Sie funktioniert auch beim Poker spielen online.
Den gegnerischen Pokerspieler beobachten
Beobachten Sie die Mitspieler das ganze Spiel über – und wenn möglich sogar schon davor. Machen Sie sich deren Bewegungen, Gestik und Mimik vertraut. Informieren Sie sich außerdem über seine Spielweise, schauen Sie dem Gegner zum Beispiel zunächst bei einem Spiel zu. So lernen Sie, wie er denkt, welche Strategien er nutzt, wie er sich beim Poker spielen verhält.
Lassen Sie sich nicht von übertriebenem Verhalten in die Irre leiten. Wer sich sehr auffällig räuspert, lächelt oder mit den Fingern auf die Tischplatte trommelt, schauspielert vielleicht nur. Achten Sie lieber auf die subtileren, unbewussten Anzeichen. Dazu gehören geweitete Pupillen, die auf Aufregung hindeuten. Dasselbe gilt für schnelles Atmen: Achten Sie auf den Brustkorb des Gegenübers, wenn er die Karten aufnimmt. Gebeugte Schultern deuten oft daraufhin, dass jemand etwas zu verbergen hat – eine gute Hand. Wer ganz entspannt dasitzt, hat sich hingegen wahrscheinlich schon damit abgefunden, dass er nicht gewinnen wird. Beim Lügen ist es oft eine instinktive Reaktion, die Lippen mit den Fingern zu berühren oder die Hände über den Mund zu bewegen.
Weiterhin sollten Sie beobachten, wann ihr Gegner auf seine Chips schaut. Ein Blick auf die Chips deutet daraufhin, dass er eine gute Hand hat und überlegt, wie viel er einsetzen soll.
Je länger Sie mit denselben Pokerspielern spielen, desto besser werden Sie sie durchschauen. Versuchen Sie als nicht, sofort die Bluffs zu erkennen. Lassen Sie sich Zeit bis Sie mit dem Verhalten ihrer Mitspieler vertraut sind.