Beim Poker gibt es Regeln, die dafür sorgen, dass das Spiel spannend bleibt und fließend läuft. Wesentlich dabei sind die Blinds, die erzwungenen Mindesteinsätze, die bei den Spielvarianten Texas Holdem und
Omaha Teil des Spiels sind. „Blind“ ist die Bezeichnung für die Einsätze – üblicherweise Big Blind und Small Blind –, die von bestimmten Spielern getätigt werden müssen. Sie dienen in erster Linie dem Zweck, dass nicht jeder Spieler sofort bei schlechten Karten aufgeben kann – und verkürzen bei Pokerturnieren die Spielzeit.
Poker Blinds: Die Regeln
Gewöhnlicher Weise müssen zwei Pokerspieler vor dem Verteilen der Karten ihre Blinds setzen: Der Spieler links neben dem Dealer setzt den Small Blind, sein linker Nachbar den Big Blind. Die Höhe der Blinds wird vor dem Spiel festgelegt. In den meisten Fällen ist der Small Blind halb so klein wie der Big Blind. Die anderen Spieler haben dann – nach Aufnehmen der Karten – die Wahl, ob sie mitgehen möchten, den Einsatz erhöhen oder aufgeben. Für Spieler, die keinen Einsatz getätigt haben, kann es natürlich ratsam sein, mit schlechten Karten gleich zu folden. Immerhin müssten sie den Big Blind aufbringen, um dabei zu bleiben. Für die Spieler, die die gezwungen Einsätze machen mussten, geht es jedoch darum, auch schlechtere Starthände zu verbessern. Der Pokerspieler, der den Small Blind getätigt hat, muss seinen Einsatz bis zur Höhe des Big Blinds aufstocken, wenn er mitgehen will. Im Wesentlichen erfüllen Blinds also den Zweck, Spieler dazu zu bewegen im Spiel zu bleiben, statt gleich aufzugeben.
Poker Blinds bei Pokerturnieren
Während die Höhe der Blinds bei herkömmlichen Spielen gleichbleibt, steigen sie in einem Pokerturnier an. Schließlich scheiden immer mehr Spieler aus – die Gesamtzahl der Chips verteilt sich also auf immer weniger Spieler, die dementsprechend höhere Einsätze tätigen müssen. So wird die Spielzeit von vornherein begrenzt. Durch die Blind Struktur, die vor dem Pokerturnier festgelegt wird, wird gewährleistet, dass die Spieler immer größere Stacks brauchen, um im Spiel zu bleiben. So werden Spieler mit wenigen Chips gezwungen, aggressiv zu spielen oder auszuscheiden.