Texas Holdem Starthände

Als Starthand werden beim Texas Holdem die beiden Hole Cards bezeichnet, die jeder Spieler zu Beginn des Spiels ausgeteilt bekommt. Ihre Relevanz lässt sich erahnen, wenn man weiß, dass es für viele Startkombinationen eigene Namen gibt – Ass und König der selben Farbe (ein erstklassiges Blatt) werden zum Beispiel als „Big Slick“ bezeichnet. Die Starthände sind deswegen so wichtig, weil schon diese ersten beiden Karten viel über die Gewinnchancen aussagen können. Ein Pokerspieler sollte sich gut über die Bedeutung des Startblattes bewusst sein – immerhin muss der erste Einsatz getätigt werden, bevor die Gemeinschaftskarten gezeigt werden. Insgesamt ergeben sich aus einem Pokerdeck 1326 mögliche Kombinationen der beiden Hole Cards. Da aber viele Kombinationen dieselbe Wertigkeit haben, ist es nicht so schwierig, mit ein paar Faustregeln zu lernen, welche Karten man ausspielen sollte.

Starthände ausspielen

Da das Siegesblatt sich aus den beiden Hole Cards und drei der fünf Gemeinschaftskarten ergibt, sollte sich jeder Spieler hinsichtlich der Karten auf seiner Hand gut überlegen, ob es sich lohnt, damit weiterzuspielen. Die Möglichkeit aus einer Starthand ein hohes Siegesblatt zu machen ergibt sich aus der mathematischen Frage, wie wahrscheinlich es ist, dass das Blatt vervollständigt wird. Die besten Starthände sind deswegen solche, die alleine eine gute Gewinnchance haben.
Ein Ausspielen mit Erhöhen des Einsatzes ist somit bei hohen Paaren (höher als zehn) empfohlen. Hier liegen die Chancen nämlich gut, einen Drilling zu bekommen. Bei niedrigeren Paaren (7-10) sollte man hingegen mitgehen und abwarten, welche Karten nach dem Flop aufgedeckt werden. Dasselbe gilt für hohe zusammenhängende Karten. Es lohnt sich im Spiel zu bleiben, da die Chance auf Vervollständigung besteht, aber einen zu hohen Einsatz sollte man dafür nicht riskieren.

Nur Texas Holdem!

Spieler, die erfolgreich Texas Holdem spielen und wissen, wie sie dort mit den Starthänden umzugehen haben, dürfen nicht vergessen, dass dieses Wissen nicht auf andere Varianten von Poker anwendbar ist. Bei Stud oder Omaha Hi gelten ganz andere Wahrscheinlichkeitsregeln, weswegen man sich das Wissen um die relevanten Starthände in diesem Fall separat aneignen muss.