Bwin und PartyGaming fusionieren

Über diese Fusion gab es schon seit Monaten Gerüchte: Nun haben Bwin und PartyGaming, beides Giganten in der Glücksspielindustrie, ihre Zusammenschluss in einer Pressemitteilung verkündet. Das neue Unternehmen wird ab 2011 an der Londoner Börse notiert sein und als größtes Firmenkonglomerat in die Geschichte des Online Gaming eingehen.

Bwin, ein Unternehmen aus Österreich, ist vor allem für sein Wettangebot bekannt, betreibt aber auch einen Pokerraum. PartyGaming mit Firmensitz in Gibraltar hat sich hingegen insbesondere mit seinem Pokerangebot PartyPoker einen Namen gemacht. Zusammen werden die beiden Firmen nach PokerStars und Full Tilt Poker vermutlich in Zukunft den Pokerraum mit dem dritthöchstem Spieleraufkommen im Netz präsentieren.

2009 haben Bwin und PartyGaming insgesamt einen Wert von 682 Millionen gehabt. Nach Bekanntwerden des Mergers stiegen die Werte der Aktien beider Unternehmen umgehend um mehr als 17% an. Die Fusion sieht vor, dass Bwin 51.64% der neuen Firma übernehmen wird. Damit erhalten die Aktionäre 12.23 PartyGaming-Aktien für jede Bwin-Aktie in ihrem Besitz.

Die Fusion ist der Höhepunkt einer Reihe von Zusammenschlüssen in den letzten Jahren. PartyGaming hatte im Juli 2009 Foxy Bingo übernommen und kurz darauf WPT Enterprises, den Veranstalter der World Poker Tour. Auch Bwin kaufte mit Gioco Digitale, einem italienischem Pokerraum, 2009 ein weiteres Glücksspielunternehmen auf.

In einer Presseerklärung sagte Norbert Teufelberg, der Co-Geschäftsführer von Bwin: „Diese Fusion unter Gleichen ist strategisch, operational und finanziell richtig.“ Auch Jim Ryan, Geschäftsführer von PartyGaming, zeigte sich enthusiastisch: „Dies ist eine Transformationsmöglichkeit für unsere beiden Firmen, die das größte börsennotierte Glücksspielunternehmen der Welt schaffen werden.“