Doyle Brunson ist wirklich das, was man als Pokerlegende bezeichnen kann. Der 77-jährige Amerikaner spielt nicht nur seit über 50 Jahren äußerst erfolgreich Poker, er hält zudem eine ganze Reihe von Rekorden und hat das Kartenspiel mit seinen Pokerbüchern maßgeblich popularisiert.
Anfänge beim illegalen Poker
Brunson wurde 1933 in Texas geboren. Dort wuchs er in einer Kleinstadt auf und träumte von einer Karriere als Basketballspieler. Dieser Traum wurde jedoch von einer Verletzung zunichte gemacht. Gleichzeitig ermöglichte die lange Bettlägerigkeit Brunson allerdings, sein Pokerspiel zu verbessern. Er hatte Poker schon vorher gelernt, schenkte dem Spiel jedoch erst jetzt wirklich Beachtung. Bald merkte er, dass er ein Talent hatte – und begann an illegalen Pokerspielen teilzunehmen, damals in Texas die einzige Möglichkeit, mit Poker Geld zu verdienen. Doch dass seine Fähigkeiten dafür zu schade waren, wurde ihm bald klar. Brunson zog nach Las Vegas und begründete dort seine Karriere als Poker Pro.
Brunson als Poker Pro
Doyle Brunson ist ein Pokerspieler der Superlative. Er war der erste Spieler, der zwei Mal hinter einander die
World Series of Poker (WSOP) gewann – 1976 und 1977. Insgesamt hat er 10 Bracelets beim wichtigsten Pokerturnier der Welt gewonnen, das letzte bei der WSOP 2005. Außerdem war er der erste Pokerspieler, der sowohl das Main Event der WSOP als auch die World Poker Tour gewann. Ein weiterer Rekord: Brunson ist der einzige Bracelet-Gewinner, der sein Talent weitervererbt hat. Auch sein Sohn Todd gewann nämlich 2005 ein Turnier bei der WSOP.
Doyle Brunsons Ruhm basiert jedoch nicht allein auf seinen Siegen. Einen Namen machte der Texaner sich auch durch seine
Pokerbücher, die seit vielen Jahren Bestseller sind. Das erste davon war „Super/System“, das 1978 veröffentlicht wurde. Darin erklärte ein Poker Pro erstmals anschaulich, wie Poker gespielt wird und welche Strategien es gibt. Brunson begründete damit das Genre des Pokerbuches. Auch wenn er damals Kritik von Poker Pros erntete, die fanden, dass er die Geheimnisse der Zunft verriet, trug er damit maßgeblich dazu bei, dass Poker in der breiten Masse bekannter und beliebter wurde.
Doyle Brunon nimmt auch weiterhin regelmäßig an großen Pokerturnieren teil und gilt vielen jüngeren Spielern als Vorbild und Inspiration. Ruhestand? Danach sieht es nicht aus. So sagte Brunson einmal: „Man hört nicht auf Poker zu spielen, weil man alt wird. Man wird alt, wenn man aufhört zu spielen.“