Michael Keiner gehört zu den wenigen deutschen Poker Pros, die sich schon vor dem großen Pokerboom einen Namen machen konnten. Damit ist er definitiv Teil der Creme de la Creme der deutschen Pokerelite – und auch international spielt er in der oberen Liga mit.
Keiner, auch unter dem Spitznamen „The Doc“ bekannt, ist eigentlich studierter Arzt und Schönheitschirurg. Diese Arbeit stellte er jedoch bereits 2001 größtenteils und 2006 vollständig ein – seine Karriere ist inzwischen ganz dem Pokerspielen gewidmet.
In Berührung kam Michael Keiner ganz zufällig mit Poker. Als er Anfang der 90iger Jahre im Rahmen einer medizinischen Fortbildung in den USA war, spielten seine Kollegen Poker. Er probierte es aus und hatte seine Leidenschaft entdeckt.
Dass Nervenkitzel zu seinem Leben gehört, war allerdings schon vorher eindeutig gewesen: Sowohl als Motorradrennfahrer als auch als Börsenmakler bewies Keiner, dass Risikofreudigkeit eines seiner Talente ist. Diese Fähigkeit und die Fingerfertigkeit eines Arztes bringt Michael Keiner auch beim Pokerspielen zum Glänzen.
Michael Keiner – seine wichtigsten Siege
In den USA spielte Keiner Limit Texas Holdem, eine in Deutschland zu dem Zeitpunkt noch relative unbekannte Variante des Pokers. Als sie 1995 auch in deutschen Casinos eingeführt wurde, gehörte Michael Keiner bald zu den wichtigsten Pokerspielern. 1997 nahm er erstmals bei einem internationalen Pokerturnier teil – und gewann die Londoner Europameisterschaften im Pot Limit
Seven Card Stud. Damit geriet seine Pokerkarriere richtig in Schwung. Neben No Limit Holdem konzentrierte er sich nun vermehrt auf Omaha Pot Limit Cashgames. Sein größter Triumph gelang ihm jedoch in einer anderen Disziplin: 2007 gewann er ein WSOP Bracelet im Seven Card Stud.
Inzwischen ist Michael Keiner zu einer Autorität in der deutschen Pokerwelt geworden. Neben seinen Tätigkeiten als Poker Pro, tritt er im Fernsehen auf, schreibt ein Pokerblog und berät Online Poker Anbieter.
Mehr Informationen gibt es übrigens auch auf Keiners eigenem
Internetauftritt. Der Besuch lohnt sich schon deshalb, weil man auf der Homepage mit einem eigens komponiertem Lied (OT: „In every showdown, he never slows down“) begrüßt wird. Ist diese Lobeshymne ganz ernst gemeint? Wir hoffen nicht.