Jeder Pokerspieler, der regelmäßig spielt und es ernst meint, muss sich früher oder später mit seinem Bankroll Management auseinandersetzen. Nur wer sein Pokergeld gut verwaltet, wird erfolgreich – und profitabel! – Poker spielen können.
Als Bankroll bezeichnet man das Geld, das man zum Pokerspielen reserviert hat. Bankroll Management bedeutet, dieses Geld so verantwortungsbewusst einzusetzen, dass niemals der komplette Betrag verspielt wird.
Die richtigen Limits wählen
Die wichtigste Leitlinie für einen verantwortungsbewussten Pokerspieler lautet: Niemals Geld verspielen, dass nicht für Poker designiert war. Das heißt, dass man sich von vornherein gut überlegen muss, wie viel Geld man investieren kann, ohne an anderer Stelle sparen zu müssen. Gewinne werden dabei nicht einkalkuliert, denn aufs Gewinnen ist schließlich auch für den besten Spieler kein Verlass.
Dann gilt es die richtigen
Limits zu wählen. Denn nur wer auf einem Level spielt, dass seinem Können und seinem Geldbeutel entspricht, wird Erfolge verzeichnen. Selbst für Anfänger, die viel Geld investieren können, gilt deswegen: Fangen Sie mit niedrigen Limits an und üben Sie, bevor Sie ihr Geld gegen erfahrenere Gegner in höheren Limits verschwenden. Um einen Überblick über Gewinne und Verluste zu behalten, sollte man außerdem ein Pokertagebuch führen, indem die Ausgaben und Einnahmen genau aufgeschrieben werden.
Wie groß muss die Bankroll sein?
Wenn man überlegt, wie viel Geld man für ein Spiel riskieren darf, muss man beachten, dass jeder Pokerspieler Pech- und Glückssträhnen hat. Auch der beste Poker Pro hat manchmal einfach schlechte Karten. Deswegen muss die Bankroll immer so hoch sein, dass sie solche Schwankungen aushalten kann. Wenn Sie nach ein paar miserablen Händen kurz vor dem Bankrott stehen, wird das ihr Spiel beeinflussen: Die meisten Spieler werden dann nervös und spielen ängstlich – ganz schlecht.
Als Faustregel gilt deswegen: Bei Limit-Spielen sollten Sie mindestens das zweihundertfache des maximalen Wetteinsatzes in Ihrer Poker Bankroll haben. Bei einem 1$/2$ Spiel bräuchten Sie also 400$. Beim No Limit Poker ist das 20fache des maximalen Buy-Ins ausschlaggebend. Wenn Sie nach einiger Zeit und mehreren Verlusten diese Kriterien nicht mehr erfüllen, sollten Sie in niedrigere Limits bzw. Buy-Ins wechseln. Natürlich dürfen Sie auch wagen, zu höheren Level aufzusteigen, wenn sich Ihre Bankroll vergrößert hat.
Poker Pros müssen selbstverständlich noch vorsichtiger mit ihrer Bankroll umgehen, mit der sie auch ihre Lebenskosten begleichen müssen. Doch auch Hobby-Spieler sollten nicht unterschätzen, wie wertvoll ein umsichtiges Bankroll Management sein kann.