Seitdem Online Poker vor einigen Jahren seinen Siegeszug rund um den Globus begonnen hat, ist die Zahl der begeisterten Online Pokerspieler stetig gestiegen. Und mit der Zahl der Spieler steigt auch die Zahl der Experten, Ratgeber und Tipps, die Spielern dabei helfen sollen, die Besonderheiten von Online Poker zu verstehen. Die Wahrheit ist aber, dass sich im Laufe der Jahre einige Mythen um Online Poker gebildet haben, die hartnäckig immer wieder zu hören sind. Wir möchten damit aufräumen:
1. Man muss seine Gegner durchschauen
Natürlich hilft es auch beim Online Poker, wenn man seine Gegner durchschauen und ihre
Bluffs erkennen kann. Nur – im Gegensatz zum Live-Poker gibt es dafür wenige Anhaltspunkte. Außer das Wettverhalten der Kontrahenten zu beobachten bleibt einem Online Pokerspieler nicht viel übrig. Deswegen gibt es beim Online Poker Aspekte, die weitaus wichtiger sind, als das Verhalten der Gegner: Das eigene Blatt und die
Position am Tisch.
2. Beim Online Poker kann man mit Hilfe von Computern gewinnen
Seit einiger Zeit gibt es Gerüchte, dass Softwareprogramme existieren, die jedes Online Pokerspiel automatisch gewinnen können. Die sogenannten „Poker Bots“ funktionieren ähnlich wie der berühmt-berüchtigte Schach-Computer Deep Blue und basieren ihr Spiel ganz auf mathematischen Berechnungen. Es stimmt zwar, dass solche Software existiert, bisher gibt es jedoch nur ein Programm, dass dabei gute Ergebnisse liefert – und das funktioniert nur in Limit-Spielen mit einem Gegenspieler. Abgesehen davon ist es natürlich verboten, in Online Pokerräumen solche Hilfsmittel einzusetzen und die Anbieter tun alles, um solchen Missbrauch zu verhindern.
3. Online Pokerräume geben anfangs gute Karten aus, um Spieler bei der Stange zu halten
Auch der folgende Mythos hält sich hartnäckig: Viele Spieler vermuten, dass die Pokersoftware der großen Anbieter so programmiert ist, dass Kunden, die gerade mit einem Spiel begonnen haben, besonders gute Karten bekommen. Der Hintergedanke: Spieler, die mit Erfolg beginnen, werden länger am Tisch sitzen bleiben und dem Pokerraum damit mehr Einnahmen verschaffen. Die Wahrheit: Die Kartenausgabe wird von Zufallsgeneratoren bestimmt. Wenn sich vier neue Spieler gleichzeitig an einen Tisch begeben würden, wäre es ja auch völlig unmöglich, dass alle ein großartiges Blatt bekommen.
4. Durch Avatare lassen sich Rückschlüsse auf das Spielverhalten ziehen
Da die Möglichkeiten, den Gegner zu durchschauen, im Online Poker begrenzt sind, glauben viele Pokerfans, sie könnten durch die Wahl der Avatare Rückschlüsse auf das Spielverhalten ihrer Kontrahenten ziehen. Da es natürlich zu einfach wäre, wenn jeder aggressive Spieler sich hinter der Figur eines Hais verbergen würde und jeder Neuling einen Fisch als Online Persönlichkeit wählen würde, besagt diese Legende das genaue Gegenteil: Aggressive Spieler verstecken sich hinter süßen, unschuldigen Avataren, während Anfänger besonders gefährlich anmutende Figuren wählen. Tja, aber was, wenn ein Spieler seine Gegner durcheinander bringen will, indem er einen aggressiven Avatar wählt, wenn er wirklich aggressiv spielt? Klingt verwirrend? Genau – denn an dieser Theorie ist absolut nichts dran!
5. Beim Online Poker braucht man Glück, um zu gewinnen
Sicher, eine Portion Glück schadet nicht, wenn man beim Poker erfolgreich sein will. Die Wahrheit ist jedoch, dass die erfolgreichsten Pokerspieler diejenigen sind, die viel Zeit investieren, hart an sich arbeiten, oft spielen und Poker ernst nehmen. Nur mit einer Glückssträhne wird niemand zum Pokerstar!