Pokertricks: Der richtige Sitzplatz

Poker ist ja im Grunde kein kompliziertes Spiel. Die Grundregeln sind schnell gelernt und eine Partie spielen kann eigentlich jeder, der mit einem Satz Karten vertraut ist. Wieso gibt es dann aber schlechte und gute Spieler? Weshalb werden ganze Bücher über Poker geschrieben? Was die meisten Anfänger sich nicht bewusst machen, ist, dass es bei Poker auf jedes Detail ankommt. Das gilt sowohl für die Vertrautheit mit den Karten, den möglichen Kombinationen und der Wahrscheinlichkeit von bestimmten Blättern, als auch für die psychologischen Aspekte des Spiels. Den beim Poker ist die Interaktion der Gegner ganz wesentlich – und damit jedes Detail, das diese Interaktion beeinflusst.

Nicht zu unterschätzen: Der Sitzplatz beim Live-Poker

Beim Live-Poker spielt die Interaktion mit den Gegnern naturgemäß eine größere Rolle als beim Online Poker. Hier gilt es, die Mitspieler genau zu beobachten und sich durch jede äußere Bedingung in die bestmögliche Position zu bringen. Dazu zählt auch der Sitzplatz am Pokertisch. Auf den ersten Blick erscheint es, als sei der Sitzplatz irrelevant. Schließlich ist jeder Spieler reihum einmal Kartengeber, jeder Spieler bekommt dieselbe Anzahl von Karten. Was allerdings nicht irrelevant ist, ist neben wem man sitzt. Da im Uhrzeigersinn gespielt wird, ist von zwei Spielern immer derjenige auf der linken Seite im Vorteil: Er macht den letzten Zug. Deswegen sollte man – sofern möglich – mit Bedacht wählen, wer der linke Nachbar ist. Idealerweise sitzt dort ein vorsichtiger und passiver Spieler. Da so ein Spieler ungern Risiken eingeht, lohnt es sich, vor seinem Zug den Einsatz zu erhöhen, denn die Chancen, dass er passt, sind gut. Zur Rechten ist hingegen ein aggressiver Pokerspieler vorzuziehen. Da dieser seine Intentionen durch sein Spiel meist ziemlich eindeutig macht, hat man die Möglichkeit, bei einem schlechten Blatt schnell aufzugeben und eine gute Hand gegen ihn auszuspielen. Sitzt der aggressive Spieler auf der linken Seite, besteht nämlich die Gefahr, dass er allzu oft mitgeht. Abgesehen von der Position der Mitspieler, sollte man bei der Wahl des Sitzplatzes natürlich auch darauf achten, dass man auf seiner Position möglichst wenig abgelenkt wird. Viele Spieler können sich besser konzentrieren, wenn sie mit dem Rücken zum offenen Raum sitzen. Aber das hängt natürlich von eigenen Vorlieben ab – probieren geht in diesem Falle über studieren.