Spätestens seitdem die European Poker Tour (EPT) in diesem Jahr erstmals in Deutschland ausgetragen wurde – und dann auch noch mit einem Raubüberfall
Schlagzeilen machte -, dürfte das Pokerturnier jedem deutschen Pokerspieler ein Begriff sein. Fakt ist, dass die Turnierserie, die seit 2004 stattfindet, sich in den letzten Jahren sehr etabliert hat und inzwischen zu den wichtigsten Pokerveranstaltungen weltweit gehört.
Das Vorbild der EPT
Die European Poker Tour basiert auf dem Vorbild der World Poker Tour (WPT), die, anders als der Name vermuten lässt, hauptsächlich in den USA ausgetragen wird. Als der Texas Holdem Boom 2004 auch nach Europa überschwappte, zögerte der Pokerspieler und TV-Produzent John Duthie nicht lange und rief das Turnier in Kooperation mit
PokerStars.com ins Leben. Wie die WPT basiert die EPT auf zwei Grundgedanken: Es wird nur Texas Holdem gespielt und die Turniere werden im Fernsehen übertragen (in Deutschland auf Eurosport). Damit spielt die EPT sicherlich eine Rolle dabei, dass Poker in den letzten Jahren immer beliebter wird und immer mehr Fernsehzuschauer gewinnt.
Im Gegensatz zur WPT hält sich die EPT an ein klassisches Turnierformat: Der Finaltisch wird – wie bei den meisten großen Turnieren – mit acht Personen gespielt, nicht wie bei der WPT mit sechs.
Erfolgreiches Pokerturnier
In den Jahren seit Gründung der EPT hat sich die Teilnehmerzahl stetig gesteigert. Sahen die ersten Turniere nur eine Handvoll von Spielern, erreichen die Teilnehmerzahlen jetzt schon an die 1000 Spieler pro Turnier. Dazu zählen inzwischen sowohl prominente Pokerspieler wie Boris Becker, als auch Poker Pros wie Phil Ivey. Durch die EPT zeigt sich, dass der Pokerboom sich nicht auf Deutschland beschränkt, sondern ganz Europa ergriffen hat: Turniere fanden in fast allen europäischen Ländern statt, von Barcelona und London bis Monte Carlo, Kopenhagen, Dublin und Berlin war schon jede wichtige Großstadt dabei.
Selbstverständlich haben sich auch die Buy-Ins seit Gründung der EPT erhöht – einige Tausend Euro müssen da schon investiert werden. Aber wem diese Buy-Ins zu hoch sind, kann immer noch hoffen, eines der vielen Satellitenturniere zu gewinnen, um so an der EPT teilnehmen zu können.